Graffiti-Sprayern eine Alternative bieten! (39. JuliA-Landeskongress)

Aus Beschlusssammlung der JuliA Sachsen
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Die Jungen Liberalen in Sachsen fordern Städte und Gemeinden auf, zum Abriss stehende oder brach liegende Flächen, die nicht unter Denkmalschutz stehen, Sprayern zur Verfügung zu stellen.

1) In vielen Städten und Gemeinden existieren zum Abriss freigegebene Gebäude, die sich entweder im Besitz der Kommune oder im Besitz von Privatleuten befinden. Diese sollten den Jugendlichen zur Verfügung gestellt werden um ihre Künste legal zur Anwendung zu bringen. Stadt- und Gemeindeverwaltungen sollten an die Privatbesitzer herantreten um deren Erlaubnis zur Nutzung einzuholen. Jene werden ihre Erlaubnis sicher erteilen, da sich für sie eine kostenneutrale Möglichkeit bietet um unansehnliche Flächen zu „gestalten“. Erster positiver Effekt wäre, dass Sprayer die öffentliche Anerkennung ihrer Künste suchen, auf solche Flächen umschwenken und die Anzahl der Schmierereien messbar zurückgehen werden. Da sich der demographische Wandel in den Städten weiter vollzieht, entstehen zwangsläufig im Zuge von Stadtumbaumaßnahmen eine Vielzahl von nutzbaren Flächen.

2) Um irgendwelche „Krizzeleien“ an öffentlichen Gebäuden zu vermeiden, können Ausschreibungen und Wettbewerbe durchgeführt werden. Verschandelte Gebäude, Mauern und Fußgängerunterführungen können durch Graffiti aber auch verschönert werden. Dies ist in Bautzen und Görlitz an einigen Stellen zu beobachten. Eigentümer genehmigten diese Kunstwerke und teils wurde damit auch die örtliche Jugend- und Sozialarbeit unterstützt.

3) Städte und Gemeinden können mit den Jugendlichen aktive Jugend- und Sozialarbeit bestreiten. Sozialarbeiter und Fachkräfte können mit Jugendlichen auf einer entspannteren Basis zusammenarbeiten und mehr Akzeptanz erlangen. Diese Art von aktiver Jugendarbeit gemeinsam mit Vereinen und Anlaufstellen Jugendlicher kann in und gemeinsam mit den kommunalen Verwaltungen praktiziert werden.