Umgang mit Gewalt im Fußball (51. JuliA Landeskongress): Unterschied zwischen den Versionen

Aus Beschlusssammlung der JuliA Sachsen
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Version vom 17. Februar 2015, 22:08 Uhr

Die Jungliberale Aktion Sachsen sieht die zunehmende Gewalt im Umfeld von Fußballspielen als ernstzunehmende Gefahr für die öffentliche Sicherheit. Die derzeit vom DFB eingeschlagenen Wege tragen jedoch nicht unbedingt zur umfassenden Lösung des Problems bei.

Statt Randalierer und Chaoten konsequent vor Gericht zu stellen, zieht es der DFB vor, die betroffenen Vereine mit hohen Geldstrafen, Geisterspielen und Ausschlüssen aus ganzen Wettbewerben für Dinge zu bestrafen, welche die Taten einiger Weniger sind. Damit werden aber oft auch der friedliche Fußballfan und die Sportler selbst bestraft. Vielmehr sollte mehr Gewicht auf die Fan-Arbeit und auf eine Überarbeitung der Sicherheitskonzepte gelegt werden.

Neue Konzepte für die Sicherheit im Stadion müssen ernsthaft geprüft werden. Der Vorschlag die Verantwortung über die Gästefans auch dem Gastverein zu übertragen stößt dabei auf unsere Zustimmung. Die Ordner des jeweiligen Vereins kennen meistens die eigenen Fans am besten, können bekannte Chaoten schon vor Betreten des Stadions zurückweisen und auch besser auf das Verhalten der eigenen Fans reagieren, weil sie die wichtigsten Ansprechpartner schneller ausfindig machen können. Im Umgang mit den einzelnen Besuchern muss besser differenziert werden. Randalierer und Hooligans sind keine Fans. Sogenannte Ultras sind aber nicht zwangsläufig gewaltbereit. Ihnen ist oftmals die eigentümliche Atmosphäre, welche Fußballspiele bieten, zu verdanken. Natürlich muss festgehalten werden, dass sich im Dunstkreis mancher Ultragruppen auch gewaltbereite oder/und extremistische Individuen befinden. Eine kollektive Haftung für das Verhalten Einzelner ist aber aus unserer Perspektive immer abzulehnen.

Wir sprechen uns zudem für eine intensivere und fairere Kommunikation vom DFB mit Fangruppen aus. Insbesondere das Thema Pyrotechnik ist für diese ein sehr emotionales Thema. Wir befürworten hier den sogenannten “Chemnitzer Weg” und halten das geordnete Abfeuern von Pyrotechnik für einen guten Kompromiss zwischen Fans, Verein und DFB.