Wehrpflicht (31.JuliA-Landeskongress)

Aus Beschlusssammlung der JuliA Sachsen
Version vom 17. Februar 2015, 23:20 Uhr von Christoph (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „Deutschland leistet sich ein System, welches nicht nur ineffektiv ist, den Ansprüchen unserer Bündnispartner und der Realität nicht mehr genügt, sondern au…“)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Deutschland leistet sich ein System, welches nicht nur ineffektiv ist, den Ansprüchen unserer Bündnispartner und der Realität nicht mehr genügt, sondern auch die Freiheit vieler junger Menschen beschränkt.


Unsere Verbündeten erwarten von einer großen Wirtschaftsnation wie Deutschland auch militärisches Engagement in friedenssichernden Einsätzen. Diese neuen Anforderungen lassen sich aber nur mit flexiblen und motivierten Profis verrichten. Wer aus freien Stücken seinen Dienst am Vaterland verrichtet wird auch motivierter seine Arbeit erledigen.


Die heutige Sicherheitslage braucht moderne, flexible und in aller Welt einsetzbare Streitkräfte. Die Zeiten einer mannstarken Armee sind seit dem Fall des eisernen Vorhanges vorbei. Unzählige Ressourcen von Material und fähigen Soldaten werden durch die Ausbildung der Wehrpflichtigen gebunden. Diese verwendeten Ressourcen sind aber vergeudete Ressourcen. Die wenigsten Wehrpflichtigen gehen in Friedenseinsätze, die Meisten vergessen aber ihre ohnehin spärliche Ausbildung wieder. Nötige Investitionen in die Ausstattung der Bundeswehr werden durch diese Ressourcenverschwendung verhindert. Aber ohne diese Investitionen wird Deutschlands Armee auch zukünftig ein Museum bleiben.


Befürchtungen über das Entstehen eines Staates im Staate entbehren jeder Substanz. Durch den Ersatzdienst sind schon längst nicht mehr alle Bevölkerungsschichten in der Bundeswehr vertreten.


Im Übrigen begründet der Ersatzdienst nicht die Existenzberechtigung der Wehrpflicht. Viele Arbeiten von Zivildienstleistenden könnten durch reguläre Arbeitsplätze ersetzt werden. Nach Berechnungen verschiedener Sozialträger wird dies nicht zu einer Verteuerung der Leistungen führen!

Das fehlende Jahr des Wehrdienstes, indem junge Männer ohnehin nur selten sinnvolle Tätigkeiten bei der Armee nachgehen, bedeutet eine Verlängerung der ohnehin schon langen Ausbildungszeiten und ist daher wirtschaftsfeindlich. Als Ersatz für wünschenswerte Tätigkeiten von jungen Menschen in sozialen Bereichen ist z. B. das heute schon häufig genutzte Freiwillige Soziale Jahr bzw. Freiwillige Ökologische Jahr aufzuwerten.


Die heutige Situation rechtfertigt den Eingriff in die Freiheit junger Männer nicht mehr. Neue Aufgaben, neue Rollen und neue militärische Erfordernisse haben unsere Verbündeten deshalb schon zu einem Schritt veranlasst den auch wir brauchen: Die Abschaffung der Wehrpflicht und die Einführung einer Armee von Profis, einer Freiwilligenarmee!