Homosexualität in der Schule – Offensiv für Toleranz eintreten (55. JuliA-Landeskongress)

Aus Beschlusssammlung der JuliA Sachsen
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Präambel

Nachdem sich die baden-württembergische Landesregierung für mehr Aufklärung über Homosexualität im Rahmen des Schullehrplans eingesetzt hatte, formierte sich reger Widerstand seitens kirchlicher Organisationen und Teilen der Gesellschaft. Die Jungliberale Aktion Sachsen widerspricht dieser Kritik. Wir bekennen uns klar zu einem angemessenen Eintreten für Toleranz und deshalb für eine Ausweitung des Themas Homosexualität in den sächsischen Lehrplänen. Ignoranz ist keine Form der Toleranz!

Lehrpläne überdenken

Eine regelmäßige Auseinandersetzung mit dem alltäglichen Thema Homosexualität ist in allen betroffenen Fächern unabdingbar. Es sollte daher verstärkt in Lehrplänen genannt werden. Besonders sollte es die Aufgabe des Ethik- oder Religionsunterrichtes sein, für Akzeptanz von Homosexualität zu werben. Dabei sollte die Diskussion trotzdem zugelassen werden, um Vorurteile aufzugreifen und zu widerlegen.

Homosexualität nicht verschweigen

Viele Homosexuelle haben ihre jeweiligen Kulturen bereichert und unsere Gesellschaften geprägt, jedoch wird dies im Unterricht kaum angesprochen. So gibt es zahlreiche berühmte homosexuellen Literaten oder Komponisten deren sexuelle Orientierung im Unterricht bewusst ignoriert wird. Ihre Homosexualität sollte zwar nicht im Vordergrund ihres Schaffens stehen, darf aber dennoch nicht verschwiegen werden.

Homosexualität alltäglich und allgegenwärtig

Da es das alltägliche Leben widerspiegelt, sollte es beispielsweise auch Sachaufgaben geben, in denen homosexuelle Paare auftreten. Homosexualität ist im Alltag allgegenwärtig und sollte daher nichts Besonderes mehr sein. Sachaufgaben, zum Beispiel im Mathematikunterricht, fördern dieses Selbstverständnis.

Homophobie bekämpfen

Auch im außerunterrichtlichen Bereich sollten Lehrkräfte in Bezug auf Homosexualität und Homophobie handeln können. Vor allem Vertrauenslehrer sollten dahingehend gestärkt werden. Auch hier gilt: Toleranz soll nicht verordnet werden, sondern Vorurteile sollen aufgegriffen und offensiv widerlegt werden.